Volker verteidigt Schnellschachtitel

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Die Teilnehmerzahl beschränkte sich leider auf 7 Spieler, da Rolf (Bohl) zwar erst noch vor Ort weilte, seine gesundheitliche Verfassung einer Teilnahme allerdings entgegenstand. Als seltener Gast bei Vereinsturnieren sorgte Olaf für „Abwechslung“ im Teilnehmerfeld. Die Favoriten waren Volker und Frank, beide nur durch einen Punkt in der Gesamtwertung voneinander getrennt. Die Ausgangslage war klar: Frank musste vor Volker ins Ziel kommen, um die Titelverteidigung von Volker zu verhin-dern. Die Favoriten trafen dann schon in der 2. Runde aufeinander. Wie schon häufig kam ein Holländer aufs Brett, wobei es Frank diesmal nicht gelang, Probleme zu stellen. Es ging mehr darum, den eigenen Laden zusammen zu halten, Da das wiede-rum gelang, trennte man sich nach knapp 20 Minuten Spielzeit remis und vertagte die Entscheidung auf die verbleibenden Partien. In der 4. Runde zeichnete sich dann eine Vorentscheidung ab. Frank nahm dem schnell spielenden Rolf (Meyer) zwar eine Figur für 2 Bauern ab, hatte dafür aber lange rein geguckt und verblieb in komplexer Stel-lung mit 3 gegen 9 Minuten. Als dann ein vermeintlicher Bauerngewinn nur dazu führte , dass statt der Mehrfigur nur noch eine Qualle übrig blieb, war es um Frank geschehen und Rolf fuhr am Ende souverän den vollen Punkt ein. Der Weg schien also frei für Volker, doch auch er hatte in dieser Runde große Probleme und war lt. eigenem Bekunden froh, dass es gegen Olaf zu einer Punkteteilung kam. Und, oh Wunder, auch in der folgenden Runde gegen Peter (Otten) kam Volker nicht über ein Remis hinaus und Frank konnte wieder aufschließen. Die Paarungen der letzten Runde lauteten dann:

Volker gegen Joachim, Frank gegen Torsten und Peter gegen Rolf. Nachdem Frank den vollen Punkt eingefahren hatte, musste Volker gegen Joachim gewinnen, was die Stellung allerdings nicht hergab. Da nur der Sieg zählte, spielte Volker weiter und konnte die Partie schließlich, als die Zeit zum entscheidenden Faktor wurde gewinnen. Damit stand fest, dass die Feinwertung über den Turniersieg und damit auch die Meisterschaft entscheiden würde. Hier schlug das Pendel dann zugunsten von Volker aus, der einen viertel Sonneborn-Berger-Punkt vor Frank lag.

Wie sich erst im Nachhinein herausstellte, spielte hierfür auch die Partie aus der letzten Runde zwischen Peter und Rolf eine entscheidende Rolle. Sie endete Remis, ein Sieg von Peter hätte Frank den Titel beschert.

Kurzum, herzlichen Glückwunsch an Volker zur Verteidigung des Titels im Schnellschach. Den Umstand, dass keiner der Favoriten alle gewerteten Turniere bestritt, vermochte in diesem Jahr niemand zu nutzen.

Aus der Sicht des Verfassers bleibt die Erkenntnis, 2 erste Plätze (davon ein geteilter) und ein zweiter Platz sowie nur eine Niederlage in 3 Turnieren reichen nicht, wenn man einen Volker Gülke im Verein hat.