Versöhnlicher Saisonabschluß

Über den heutigen letzten Spieltag der Saison 2025/26 habe ich folgenden Bericht an den reporter geschickt, der hoffentlich in der kommenden Woche erscheinen wird:

Über gleich fünf der zehn Mannschaften in der Verbandsliga B schwebte vor der neunten und letzten Runde noch das Damokles-Schwert des Abstiegs. Dazu gehörten neben der Mannschaft des Eutiner Schachvereins auch deren Letztrundengegner Tura Harksheide. Während Harksheide zwingend einen Sieg brauchte, um den Klassenerhalt zu sichern, reichte den Rosenstädtern bereits zwei Brettpunkte, um dieses Ziel zu erreichen.

Die Aufstelllung der Harksheider machte deutlich, um was es ging: Mit der polnischen Damen-Großmeisterin Julia Antolak, die sonst nur in der Damenbundesliga für Harksheide antritt, am Spitzenbrett und dem sonst nur bei Heimspielen agierenden Christian Schmidt an Brett 3 sollten die nötigen Punkte geholt werden.

Doch die Eutiner Schachsportler wollten sich so einfach nicht geschlagen geben. Nach ca. 2 Stunden Spielzeit endete die erste Partie. Jan Haserodt konnte einer Zugwiederholung und dem daraus resultierenden Remis nicht ausweichen. Kurz darauf folgte das nächste Remis: Frank Schmidt, nach längerer Abstinenz wieder für Eutin am Brett, stellte in ausgeglichener Stellung Gewinnversuche ein.

Dann das erste Ausrufezeichen der Eutiner: André Becker konnte am Spitzenbrett mit den schwarzen Steinen eine souveräne Punkteteilung erreichen.

Auch das vierte Resultat war ein Unentschieden, diesmal von Volker Gülke. Damit hatten die Eutiner ihr Minimalziel von zwei Brettpunkten bereits erreicht und konnten dem weiteren Geschehen etwas gelassener entgegenblicken. Und was man erblickte, war mehr als positiv: Thomas Hartwig konnte sich aus einer schwierigen Lage nicht nur befreien sondern führte nach einem voreiligen Damentausch seines Gegners das Endspiel zum Sieg und damit zur erstmaligen Führung für Eutin. Bald darauf erhöhte Rüdiger Richter auf 4:2. Trotz knapper Bedenkzeit umschiffte er sämtliche taktischen Klippen und steuerte einen ganzen Punkt bei.

Nun fehlte nur noch ein halber Punkt zum Gesamtsieg. Und den sicherte Rolf Bohl an Brett 3 durch eine großartige Endspielführung gegen seinen nominell deutlich stärkeren Gegner. Da tat die Niederlage von Rainer Gehrmann in der letzten noch laufenden Partie nicht mehr weh.

Durch diesen 4,5:3,5-Erfolg beenden die Eutiner Schachspieler die Saison auf dem fünften Platz mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 9:9 Punkten. Nach dem miserablen Saisonstart mit drei Auftaktniederlagen und einem Unentschieden ein mehr als versöhnlicher Saisonabschluß.

Auch die zweite Eutiner Mannschaft beendete die Saison mit einem Erfolg: 2,5 : 1,5 hieß es am Ende gegen Trittau, wobei Torsten Begemann ein voller Punkt gelang. Die drei übrigen Partien endeten remis. Leider reichte es nicht ganz zum ersten Platz in der Kreisklasse A, da Norderstedt III mit einem 2:2 in der Schlußrunde gegen Kaltenkirchen II den Spitzenplatz knapp behaupten konnte.

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