Schachverein von 1875 zu Eutin e.V.

Nach gespielten 8 von 11 Runden hat die Tabelle der Verbandsliga B bereits scharfe Konturen bekommen. Das vor der Saison vermutete enge Rennen um den einzigen Aufstiegsplatz in die Landesliga scheint es nicht zu geben: Segeberg hat mit 15:1 Punkten bereits satte 4 Zähler Vorsprung vor Travemünde (11:5), Bad Schwartau (11:5) und der Überraschungsmannschaft aus Quickborn (11:5). Bad Oldesloe (10:6) hat nur noch theoretische Chancen.

Auch am Tabellenende sind Vorentscheidungen gefallen: Von den voraussichtlich fünf Absteigern scheinen mit Elmshorn II (1:15), Mölln (3:13), Glückstadt (4:12) und Ahrensburg (5:12) vier klar zu sein, denn bis zum rettenden 7. Platz sind es bereits mindestens 4 Punkte.

Dem Rettungsufer nahe ist dagegen Itzehoe (7:9), die in der letzten Runde durch eine Niederlage gegen Mölln eine noch bessere Ausgangslage verschenkten. Besser machte es die vierte Mannschaft des LSV (9:7), die gegen Glückstadt zwei wichtige Punkte einfuhr.

Bleibt nur noch unsere eigene Mannschaft, über die es zu berichten gilt: Nachdem bereits die verdiente Niederlage in der siebten Runde gegen Quickborn weh tat, und letzte Hoffnungen auf eine Spitzenplazierung zunichte machte, müssen wir nach dem gestrigen 3,5:4,5 gegen Oldesloe bei nun 9:7 Punkten sogar noch um den Klassenerhalt kämpfen. In den entscheidenden Phasen fehlt uns in dieser Saison bisher das nötige Quentchen Glück oder Cleverness, um den einen oder anderen halben Punkt mehr zu sammeln.

Bange machen gilt aber nicht: Die nächste Gelegenheit zu einem Sieg bietet sich am 14. April beim Heimspiel gegen Mölln. Zuschauer sind wie immer gern gesehen!

Mannschaftskämpfe, in denen nicht eine der acht Partien mit einem Remis endet, sind selten. Bei unserem heutigen Gastspiel bei den Schachfreunden von Elmshorn II war es mal wieder so weit: 6 Siege, davon einer kampflos, und 2 Niederlagen ergaben am Ende ein sicheres 6:2, wobei der Mannschaftssieg nach schnellen Punkten von Andreas, Frank, Thomas und Rolf sowie dem kampflosen Gewinn von Meinrad sehr schnell feststand.

Die übrigen Partien zogen sich dann noch eine ganze Weile hin. Norbert steuerte einen weiteren Punkt bei, als sein Gegner – wohl in Verluststellung – die Zeit überschritt. Markus und Volker schließlich erwiesen sich als nette Gäste, und überließen die Punkte den Gastgebern.

Mit 9:3 Punkten stehen wir punktgleich mit Travemünde und hinter Bad Segeberg (11:1) auf dem dritten Tabellenplatz. Aus dem Bezirk West nimmt nur unser nächster Gegner Quickborn – trotz der ersten Saisonniederlage gegen Itzehoe – als Fünfter einen Platz in der oberen Tabellenhälfte ein.

Die Gelegenheit zum Kiebitzen gibt es im Riemannhaus am Donnerstag, den 7. Februar, wenn die 2te Mannschaft auf Travemünde II trifft und am 24. Februar beim Heimspiel der ersten Mannschaft gegen Quickborn.

In den ersten drei Wochen des neuen Jahres fanden bereits vier Mannschaftskämpfe mit Eutiner Beteiligung statt.

Los ging es am 10.1. mit der 1. Runde der sogenannten „Wochenliga“ der Bezirke Lübeck und Süd. Hier trat unsere zweite Mannschaft im Riemannhaus gegen die Zweite des SV Bad Schwartau an, eine Mannschaft, gegen die es in den vergangenen Jahren regelmäßig Niederlagen gab. Doch diesmal behielt Eutin mit 4:2 die Oberhand. Für den ersten Punkt des Jahres sorgte Michael Schiller, der mit Anakonda-Schach = langsamen Einschnüren erfolgreich war. Weitere volle Punkte steuerten Hans-Joachim Dombrowski, Jochen Kohagen und Dietrich Schiemann bei.

Auch für die erste Mannschaft begann das Jahr mit einem erfolgreichen Heimspiel. Begrüßt wurden am 13.1. die Schachfreunde aus Glückstadt, die zuletzt 1991 – damals in unserem ersten Landesligaspiel – in Eutin zu Gast waren. Die kampflose Partie, die die Elbestädter in Führung brachte, sollte deren einziger ganzer Punkt bleiben. Da auf Eutiner Seite Thomas Hartwig und Andreas Jansen Siege einfuhren, hieß es am Ende etwas glücklich, aber Dank einer guten kämperischen Leistung nicht unverdient 4,5 : 3,5.

In der heutigen dritten Runde der Verbandsliga B hatten wir endlich das erste Mal Heimrecht. Zu Gast waren die Schachfreunde aus Ahrensburg, eine homogene und kampfstarke Truppe, die zuletzt gegen Itzehoe beide Punkte holen konnte.

Thomas gab an 8 sein Saison-Debut, welches ebenso kurz wie unbefriedigend ausfiel: Sein Gegner erschien nicht, 1:0 also nach einer Stunde. An den übrigen Brettern war da noch alles im Lot. Erst so gegen 12:30 Uhr bahnten sich weitere Entscheidungen an. An mehreren Brettern wurden Remisangebote gemacht: Frank und ich hatten mit Weiß wenig bis nichts aus der Eröffnung herausgeholt. Mit den beiden halben Punkten konnten wir daher gut leben. Andreas lehnte in ausgeglichener Stellung Remis ab, Olaf verschmähte eine Abwicklung, die jegliches Leben aus der Stellung genommen hätte, um noch etwas versuchen zu können.

Meinrad sorgte dann für den beruhigenden 2-Punkte-Vorsprung, den es „nur noch“ über die Zeit(notphase) zu bringen galt. Das gelang am besten Rolf Bohl, der aus einer gedrückten Stellung heraus in ein besseres Endspiel abwickelte. Ein gegnerischer Fehler genügte dann, um – so wie in der Vorrunde – im Bauernendspiel zu gewinnen. Pech hatte dagegen Norbert: Im Zeitnotgetümmel behielt er zunächst den Überblick und gewann eine Qualität. Bei einem näheren Blick auf die Stellung nach 40. – Th8 zeigte sich dann aber, daß Dirk Storbeck mit einem taktischen Trick Haus und Hof gewann. 40. – Tb7 wär’s gewesen.

Das zweite Saisonspiel führte uns zu den Schachfreunden des LSV. Deren vierte Mannschaft ist dank mehrerer starker Jugendlicher eine bunte, für jeden Gegner schwer einzuschätzende Truppe. Wir konnten die ersten Acht der Setzliste an die Bretter schicken und wollten natürlich nach dem Auftaktsieg in Itzehoe auch aus der Hansestadt möglichst beide Punkte entführen.

Doch bereits beim ersten Gang durch die Reihen wurde deutlich, daß dies alles andere als leicht sein würde. Olaf hatte gegen Martin Kololli, einen der Jugendlichen, bereits in der Eröffnung eine Ungenauigkeit eingebaut und sah sich einem starken Angriff ausgesetzt. Auch Rolf stand gegen den jüngsten Lübecker Alexander Rieß unter Druck. An den meisten anderen Brettern war noch nichts Schlimmes passiert. Lichtblick war die Partie von Frank, der aus der Eröffnung heraus bequemes Druckspiel erlangt hatte.

Bald darauf hieß es 0:1 und dann sogar 0:2, denn nachdem Martin den ganzen Punkt klar gemacht hatte, wollte sein Bruder Kevin Kololli dem nicht nachstehen. Er wehrte alle Drohungen, die Markus mit einem Figurenopfer aufgestellt hatte, ab und verwertete die Mehrfigur sicher.

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